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NEUE UNTERNEHMEN & MÄRKTE

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Von der Universität zum marktreifen

Produkt, das ist das Ziel des Laborcon-

tainers Inkulab auf demCampus Charlot-

tenburg der TU Berlin. Ende Januar wur-

de er feierlich eröffnet.

Mit Hilfe des Inkulabs soll Berliner

Universitäts-Absolventen der Sprung in

die Selbstständigkeit gelingen. Dabei er-

halten Start-ups mit einer innovativen

Geschäftsidee aus den Life-Sciences,

der Grünen Chemie und Nanotechnolo-

gie für ein Jahr kostenfreie Laborarbeits-

plätze und ein begleitendes Inkubati-

onsprogramm. Die drei Laborplätze nut-

zen derzeit die Nano-Join GmbH, sMarter

Technologies GmbH und GelTouch Tech-

nologies.

Das Inkulab

(www.inkulab.de

) ist von

der Innovations-ZentrumBerlinManage-

ment GmbH, die Teil der Wista-Manage-

ment GmbH ist, demCentre for Entrepre-

Inkulabmacht fit für dieZukunft

BILDUNGSPROJEKT

Start fürs Inkulab: Roland Sillmann

(Wista), Staatssekretär Steffen Krach,

Prof. Reinhard Schomäcker (TU, Uni-

Cat), Dr. Constantin Terton (IHK), Prof.

Christian Thomsen (Präsident TU; v. l.)

Auf der Forbes-Liste der weltweit

vielversprechendsten Jungunter-

nehmer finden sich besonders viele

Gründer aus Berlin: Philipp Kühn,

David Jacob (Workeer; Foto), Ninon

Demuth (Tellerrand), Ramin Nirou-

mand (Finleap), Pia Frey (Opinary),

Mari Hermanns (Solaris Bank), Elias

Atahi, Pascal Blum, Mathieu Caudal

(Unu Motors), Julian Riedelsheimer

(99chairs), Fabian Louis (Caseable),

Kati Bermbach, Nora Blum sowie

Farina Schurzfeld (Selfpay)

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Game-Changer

Die wohl bekannteste Start-up

Konferenz der Welt, die Techcrunch

Disrupt, wird 2017 in Berlin stattfin-

den. Techcrunch, das renommierte

Onlineportal aus dem Silicon Valley,

hatte sich bereits 2013 für die

Ausrichtung der ersten europäi-

schen Disrupt-Konferenz für die

Start-up-Metropole Berlin entschie-

den. Neben der Berliner Konferenz

im Dezember findet die Techcrunch

Disrupt 2017 noch in San Francisco

und New York statt.

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Konferenz

FOTOS: WORKEER/FELIX GRIMM, PA/DPA, TU BERLIN UNICAT

In den Jahren 2014 und 2015 hatte Berlin

mehrWagniskapital eingesammelt als die

europäischen Wettbewerber und konn-

te sich sogar vor London als führende

Start-up-Metropole Europas fühlen. Jetzt

hat die Prüfungs- und Beratungsgesell-

schaft EY mit ihrem Start-up-Barome-

ter die Zahlen für 2016 vorgelegt. Die Er-

gebnisse: Der Gesamtwert der Investitio-

nen sinkt in Deutschland um 30 Prozent.

Berlin musste sogar noch mehr Federn

lassen: Nicht nur London (2,2 Mrd. Euro),

sondern auch Paris (1,3) und sogar Stock-

holm (1,2) haben die deutsche Hauptstadt

WenigerVenture-Capital

START-UP-BAROMETER

neurship der TU Berlin und dem Exzel-

lenzcluster UniCat sowie der DexLeChem

GmbH ins Leben gerufen worden. Die

Berliner Wirtschaft finanziert das Pro-

jekt in Trägerschaft der CHIC Manage-

ment GmbH im Rahmen der Bildungs-

projekte mit rund 1,2 Mio. Euro.

Dazu Dr. ConstantinTerton, Bereichs-

leiter für Fachkräfte & Innovation der IHK

Berlin: „Uns hat vor allem die Verknüp-

fung mit dem Exzellenzcluster UniCat

überzeugt, aber auch die Tatsache, dass

damit ganz praktisch eine Lücke in der

Berliner Gründerinfrastruktur geschlos-

sen wird.“

‹ GRUE

überholt. Mit 1,07 Mrd. Euro wurde somit

2016 in Berlin nur etwa die Hälfte in Start-

ups investiert als noch ein Jahr zuvor. Po-

sitiv ist allerdings die Entwicklung, dass

2016 insgesamt mehr junge Unternehmen

von frischem Kapital profitieren konn-

ten. So haben in Deutschland 455 Start-

ups Venture-Capital erhalten, im Vorjahr

waren es nur 383.

Der Studie nach wurde das meiste

Geld in E-Commerce- und Fintech-Un-

ternehmen investiert. Die größten Inves-

titionszuwächse gab es imBereich Mobi-

lität und Gesundheit.

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