NEUE UNTERNEHMEN & MÄRKTE
63
Von der Universität zum marktreifen
Produkt, das ist das Ziel des Laborcon-
tainers Inkulab auf demCampus Charlot-
tenburg der TU Berlin. Ende Januar wur-
de er feierlich eröffnet.
Mit Hilfe des Inkulabs soll Berliner
Universitäts-Absolventen der Sprung in
die Selbstständigkeit gelingen. Dabei er-
halten Start-ups mit einer innovativen
Geschäftsidee aus den Life-Sciences,
der Grünen Chemie und Nanotechnolo-
gie für ein Jahr kostenfreie Laborarbeits-
plätze und ein begleitendes Inkubati-
onsprogramm. Die drei Laborplätze nut-
zen derzeit die Nano-Join GmbH, sMarter
Technologies GmbH und GelTouch Tech-
nologies.
Das Inkulab
(www.inkulab.de) ist von
der Innovations-ZentrumBerlinManage-
ment GmbH, die Teil der Wista-Manage-
ment GmbH ist, demCentre for Entrepre-
Inkulabmacht fit für dieZukunft
BILDUNGSPROJEKT
Start fürs Inkulab: Roland Sillmann
(Wista), Staatssekretär Steffen Krach,
Prof. Reinhard Schomäcker (TU, Uni-
Cat), Dr. Constantin Terton (IHK), Prof.
Christian Thomsen (Präsident TU; v. l.)
Auf der Forbes-Liste der weltweit
vielversprechendsten Jungunter-
nehmer finden sich besonders viele
Gründer aus Berlin: Philipp Kühn,
David Jacob (Workeer; Foto), Ninon
Demuth (Tellerrand), Ramin Nirou-
mand (Finleap), Pia Frey (Opinary),
Mari Hermanns (Solaris Bank), Elias
Atahi, Pascal Blum, Mathieu Caudal
(Unu Motors), Julian Riedelsheimer
(99chairs), Fabian Louis (Caseable),
Kati Bermbach, Nora Blum sowie
Farina Schurzfeld (Selfpay)
‹ BRD
Game-Changer
Die wohl bekannteste Start-up
Konferenz der Welt, die Techcrunch
Disrupt, wird 2017 in Berlin stattfin-
den. Techcrunch, das renommierte
Onlineportal aus dem Silicon Valley,
hatte sich bereits 2013 für die
Ausrichtung der ersten europäi-
schen Disrupt-Konferenz für die
Start-up-Metropole Berlin entschie-
den. Neben der Berliner Konferenz
im Dezember findet die Techcrunch
Disrupt 2017 noch in San Francisco
und New York statt.
‹ BRD
Konferenz
FOTOS: WORKEER/FELIX GRIMM, PA/DPA, TU BERLIN UNICAT
In den Jahren 2014 und 2015 hatte Berlin
mehrWagniskapital eingesammelt als die
europäischen Wettbewerber und konn-
te sich sogar vor London als führende
Start-up-Metropole Europas fühlen. Jetzt
hat die Prüfungs- und Beratungsgesell-
schaft EY mit ihrem Start-up-Barome-
ter die Zahlen für 2016 vorgelegt. Die Er-
gebnisse: Der Gesamtwert der Investitio-
nen sinkt in Deutschland um 30 Prozent.
Berlin musste sogar noch mehr Federn
lassen: Nicht nur London (2,2 Mrd. Euro),
sondern auch Paris (1,3) und sogar Stock-
holm (1,2) haben die deutsche Hauptstadt
WenigerVenture-Capital
START-UP-BAROMETER
neurship der TU Berlin und dem Exzel-
lenzcluster UniCat sowie der DexLeChem
GmbH ins Leben gerufen worden. Die
Berliner Wirtschaft finanziert das Pro-
jekt in Trägerschaft der CHIC Manage-
ment GmbH im Rahmen der Bildungs-
projekte mit rund 1,2 Mio. Euro.
Dazu Dr. ConstantinTerton, Bereichs-
leiter für Fachkräfte & Innovation der IHK
Berlin: „Uns hat vor allem die Verknüp-
fung mit dem Exzellenzcluster UniCat
überzeugt, aber auch die Tatsache, dass
damit ganz praktisch eine Lücke in der
Berliner Gründerinfrastruktur geschlos-
sen wird.“
‹ GRUE
überholt. Mit 1,07 Mrd. Euro wurde somit
2016 in Berlin nur etwa die Hälfte in Start-
ups investiert als noch ein Jahr zuvor. Po-
sitiv ist allerdings die Entwicklung, dass
2016 insgesamt mehr junge Unternehmen
von frischem Kapital profitieren konn-
ten. So haben in Deutschland 455 Start-
ups Venture-Capital erhalten, im Vorjahr
waren es nur 383.
Der Studie nach wurde das meiste
Geld in E-Commerce- und Fintech-Un-
ternehmen investiert. Die größten Inves-
titionszuwächse gab es imBereich Mobi-
lität und Gesundheit.
‹ BRD




