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BERLINER WIRTSCHAFT 03/17

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UNTERNEHMEN & MÄRKTE

Die Idee Bewegung mit Sightseeing zu

verbinden hat der Diplombiologe Mi-

chael Horstmann in eine Geschäftsidee

verwandelt. Die Lauftourenwaren bei der

Gründung von Mike’s SightRunning Ber-

lin im Jahre 2008 einzigartig.

Gebucht werden sie von Touristen

und Geschäftsreisenden aus dem In-

und Ausland, aber auch von Veranstal-

tern großer Events in Berlin, die ihren

Teilnehmern die Möglichkeit gebenwol-

len, sich vor oder nach der Tagung, sport-

lich zu betätigen. Im Vordergrund steht

aber die Stadttour, entlang der Berliner

Highlights, vom Brandenburger Tor bis

zur historischen Altstadt.

Angeboten werden aber auch die

Touren „Berlin bei Nacht“ oder zum Fes-

tival of Lights, eine Runde im Schlossgar-

ten Charlottenburg oder ganz individuel-

le Routen nach den Wünschen der Kun-

den. „Wer nach Berlin kommt, der sucht

das Individuelle abseits der Touristenpfa-

MIKE’S SIGHTRUNNING

Berlin joggend erobern

Der demographische Wandel lässt die

deutsche Gesellschaft altern. Auszubil-

dende und Fachkräfte zu finden, wird

für viele Betriebe zu einer Herausfor-

derung. Jakob Maechler, Geschäftsfüh-

rer der Buckower Boeba Montagen und

Aluminium GmbH, klagt dennoch nicht

über Schwierigkeiten. „Entscheidend

sind nicht nur Zeugnisse. Die Kernkom-

petenzen, auf die ich setze, sind Engage-

ment und Motivation.“ Die Herkunft spie-

le dabei keine Rolle.

Diese besondere Unternehmenskul-

tur und das Engagement von Boeba wur-

denmehrfach ausgezeichnet. 2016 erhielt

der Betrieb den Preis als bester Berliner

Ausbildungsbetrieb. Nun wurde das En-

gagement bei der Integration von Ge-

BOEBA

Bundesregierung ehrt Metallbauer

Laufen mit Aussicht: Mike’s SightRunning

Boeba baut mit

Von Regierungsviertel bis BER

INFO

Mit rund 50 Mitarbeitern

fertigt und montiert

die Boeba Montagen und Aluminium GmbH

Aluminiumteile für den Fassadenbereich.

Das Unternehmen war an vielen bekannten

Baustellen Berlins beteiligt: Von Gebäuden im

Regierungsviertel über die Mall of Berlin bis

zum Hauptstadtflughafen BER.

Informationen unter

www.boeba.de

FOTO: ANDREAS SCHWARZ

flüchteten mit dem CSR-Preis der Bun-

desregierung geehrt.

Vielfalt hat Tradition in dem Un-

ternehmen, das 1974 gegründet wurde.

Ein Drittel der Belegschaft ist nicht in

Deutschland geboren worden. Drei Mit-

arbeiter sind Menschen mit Fluchtge-

schichten, die teilweise erst seit kurzem

im Land sind. Wenn man in Deutschland

Geflüchtete beschäftigen möchte, gel-

te es, Hürden zu überwinden, so Maech-

ler. Die größte sei der Aufenthaltsstatus,

von dem auch die Arbeitserlaubnis ab-

hänge. Danach gehe es um die Anerken-

nung von Qualifikationen und das Erler-

nen von Sprachkenntnissen.

Die Auszeichnung mache die Mit-

arbeiter stolz, sagt Maechler. Sie ist ei-

ne Wertschätzung für die kleinen und

großen Anstrengungen im Unterneh-

mensalltag. Und sie ist ein Antrieb dafür,

auch zukünftig gesellschaftliche und un-

ternehmerische Ziele miteinander in Ein-

klang zu bringen.

‹ HOEN

de. Da kam ich mit meiner Gründungs-

idee zum richtigen Zeitpunkt“, so Horst-

mann. Aber nicht nur Touristen und Ge-

schäftsreisende schätzen das Angebot,

auch Firmen buchen den Laufexperten

und seinTeamvon freienMitarbeitern für

ihre Belegschaft.

‹ BLOE

Der Fahrstuhl-Hersteller

Schindler

will seine Firmenzentrale in Berlin in

den nächsten Jahren umbauen. Wie

das Unternehmen Mitte Februar mit-

teilte, soll der Standort inAlt-Marien-

dorf zum „Innovation Hub“ werden.

Im Mittelpunkt stehen dabei vor al-

lem neue digitale Services für Aufzü-

ge und Fahrtreppen.

BeimUmbau desmehr als 100.000

Quadratmeter großen Geländes wird

zunächst ein unter Denkmalschutz

stehendes Bürogebäude vollstän-

dig umgebaut, um den Anforderun-

gen digitaler und mobiler Arbeitsum-

gebungen zu genügen. Ein zentrales

Eingangsgebäude zumCampus ist ge-

plant, der das revitalisierte Gebäude

mit einem weiteren verbinden soll.

Der ehemalige Produktionsstandort

soll sich insgesamt in ein Wissens-

und Innnovationszentrum für verti-

kale Mobilität verwandeln.

‹ BW

SCHINDLER

Neuer Campus