FINANZEN
raum2013-2015 investiertenwirkungsorientierten
Gelder flossen zu 20 Prozent in die Förderung von
Beschäftigung, zu 18 Prozent in Bildungsprojekte
sowie zu 12 beziehungsweise neun Prozent in Ge-
sundheitsprojekte und Projekte zur Förderung
nachhaltigen Konsums.
Das investierte Geld kommt größtenteils
von vermögenden Privatpersonen. Eine aktivere
Rolle nehmenmittlerweile Stiftungen ein. Die bei-
den BMW-Stiftungen und die Bertelsmann Stif-
tung geben an, ihr finanzielles Engagement in wir-
kungsorientiertes Investieren mittelfristig aus-
bauen zu wollen. Deren Allokation liegt derzeit bei
zehnMio. Euro.
Hoch spezialisierte Investmentszene entsteht
Für solche Anlegerwünsche braucht der Markt
hoch spezialisierte Verwalter von wirkungsori-
entiertem Kapital (wie Fondsgesellschaften) so-
wie Berater, die die Koordination von Angebot und
Nachfrage übernehmen. Diese Vermittler müssen
insbesondere sicherstellen, dass Wirkungsziele
messbar und somit für Investoren nachvollzieh-
bar sind.
Dass sich der Markt für wirkungsorientiertes
Investieren dynamisch entwickelt, zeigt insbeson-
dere das Wachstum existierender Fondsgesell-
schaften, welcheswiederumeine stabile Entwick-
lung der Beratungslandschaft nach sich zieht. Jun-
ge Organisationen wie die Finanzierungsagentur
für Social Entrepeneurship (FASE) oder die Phineo
gAG unterstützen sowohl Sozialunternehmen, die
auf der Suche nach Kapital sind, als auch Anleger,
die nach Investitionsmöglichkeiten suchen.
Eine von der Bertelsmann Stiftung koordi-
nierte Expertengruppe sieht den Bedarf für wir-
kungsorientierte Investitionen in Deutschland
insbesondere in den Bereichen Innovation, Prä-
vention und Verbreitung guter Ideen zur Lösung
von sozialen Herausforderungen. Hier gebe es in
Deutschland, trotz eines hochwertig ausgebauten
Sozialsystems, Finanzierungslücken.
Voraussetzung wäre jedoch laut der Studie
eine aktive Förderpolitik. „Im internationalen Ver-
gleich siehtman, dass der Markt nur dort nennens-
wert wächst, wo der Staat geeignete Rahmenbe-
dingungen schafft“, betont BrigitteMohn. Zu emp-
fehlenwäre in Deutschland in einemersten Schritt
eine Kompetenzstelle auf Bundesebene für wir-
kungsorientiertes Investieren, umeinen ganzheit-
lichen Förderansatz seitens der Politik zu prüfen
und umzusetzen.
Was in den USA, China und Teilen Skandinaviens schon
längst zum Alltag gehört, hält in Deutschland gerade erst
Einzug: Das Begleichen kleinerer Beträge unter Freunden via
Handy-App; in Fachkreisen Peer-to-Peer-Zahlung genannt.
Entstanden
aus
dem
Umstand, dass man beim
Fußballspielennichtimmerdas
Portemonnaie dabei hat, hat
das vierköpfige Gründerteam
von Cringle genau solch eine
App entwickelt und will sie
zumStandardfürPeer-to-Peer-
Zahlungen in ganz Europa machen. Bis zu 100 Euro im Monat
können Inhaber österreichischer und deutscher Bankkonten
ihren Handykontakten senden und bei ihnen anfordern.
Möglich machen das die Bankpartner DKB und solarisBank. Das
monatliche Limit für Kunden einer Partnerbank kann auch höher
liegen. Und die Zahlen sprechen für sich: Bereits 60.000
Downloads zählt das Start-up.
Was
sie
von
der
Konkurrenz abhebt ist
„der
Kooperationsansatz: Wir wol-
len zusammen mit den Banken
ein starkes Netzwerk aufbau-
en und ihnen den Zugang zu
Peer-to-Peer-Zahlungen
er-
möglichen“,
beschreibt Malte
Klussmann, COO und Co-
Founder von Cringle, die Besonderheit seines Unternehmens.
So arbeitet das Team aktuell an der weiteren
Internationalisierung
und
präsentierte
kürzlich
eine
Programmierschnittstelle (API).
„Dank dieser API kann ich die
komplette Cringle-Funktionalität in einer ‚Dritt-App‘ anbieten.“
,
so Klussmann weiter. Damit bietet Cringle nicht nur Banken
sondern auch App-Betreibern ihr einfaches Bezahlsystem zur
Integration in die eigenen Produkte an.
Bei der Finanzierung ihres Start-ups
holten sich die Gründer professionelle
Unterstützung vom Finanzierungs-Coach
Martin Jatzkowski – bezuschusst durch das Förderprogramm
Coaching BONUS.
„Mit Martin sind wir total zufrieden.
Er involviert sich ganz stark, bietet super Feedback für uns und
interessiert sich darüber hinaus auch noch für unser Geschäft.“
,
lobt Klussmann die Zusammenarbeit.
Coaching BONUS und die Förderprogramme der IBB
kann Malte Klussmann jedem Start-up wärmstens empfehlen:
„Ich glaube, dass es von
Start-ups grob fahrlässig ist,
sich nicht wenigstens intensiv
mit den Förderprogrammen
der IBB-Gruppe auseinander-
zusetzen.“
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www.coachingbonus.deBILDER © Cringle
Kooperation als Schlüssel
zum Erfolg
Cringle will den Peer-to-Peer-Markt mit Kooperationen
erobern – und ist damit erfolgreich
Das Gründerteam von Cringle: Joschka Friedag,
Konrad Maruszewski,Alexander Nehls und
Malte Klussmann (von links)
Die Cringle App: Einfach, intuitiv und sicher




