Projektteam „Internationale Fachkräfte“ aufgestellt. Es organisiert Veranstaltungen wie „Work in Berlin – Talente gewinnen. Vielfalt gestalten. Zukunft sichern“, die im Juni im Ludwig Erhard Haus stattfand, oder Matching-Events und Network-Treffen, führt eine LinkedIn-Seite zum Thema und hilft generell mit praxisnahen Services über den gesamten Zyklus – von der Planung über Recruiting und Einstellung, Onboarding und Integration bis zur Weiterbildung der internationalen Talente. Gemeinsam mit der Handwerkskammer und den Berliner Jobcentern hat die IHK gerade wieder die Jobmesse FuTog (Future Together) ausgerichtet, die Geflüchtete mit engagierten Unternehmen zusammenbringt. Fachkräfte suchen und betreuen Hand in Hand for International Talents (HiH) ist ein weiteres Projekt, das die IHK Berlin als direkter Ansprechpartner begleitet. HiH, umgesetzt von der DIHK Service GmbH in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit und gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vermittelt beruflich und sprachlich qualifizierte Fachkräfte in Brasilien, Indien, auf den Philippinen und in Vietnam nach Deutschland. Interessierte Unternehmen können potenzielle Mitarbeitende, die umfassend auf die Einreise vorbereitet und auch danach in Zusammenarbeit mit den aufnehmenden Unternehmen betreut werden, während regelmäßig ausgerichteter Recruiting Days unverbindlich kennenlernen. Nach erfolgreicher Vermittlung wird eine Dienstleistungspauschale fällig – von 2.900 Euro für Klein- bis 5.400 Euro für Großunternehmen. Die Berliner Restaurantkette Shiso Burger beispielsweise ist bei HiH bereits fündig geworden (s. S. 22). Die verstärkte Nachfrage nach ausländischen Fachkräften hat auch dazu geführt, dass immer mehr junge Menschen aus anderen Ländern in Deutschland eine Ausbildung beginnen. Während im vergangenen Jahr die Zahl der inländischen Azubis um vier Prozent zurückging, nahm laut Statistischem Bundesamt die Zahl ausländischer Azubis um 17 Prozent zu, sie stellen nun 15 Prozent aller Ausbildungseinsteiger. Auch ein Großteil der hier Studierenden – immerhin zwei Drittel – will nach dem Abschluss zunächst in Deutschland bleiben, mehr als die Hälfte strebt nach einer Umfrage des Deutschen Akademischen Austauschdienstes hier eine langfristige Berufstätigkeit an. Und von den 1,8 Millionen Beschäftigten in Berlin haben schon über 20 Prozent keinen deutschen Pass. Tendenz steigend. ■ Cansel Kiziltepe Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung Dass die bürokratischen Hürden sehr hoch sind und die Anerkennung ausländischer Berufsab- schlüsse oft zu lang dauert, muss sich ändern. Sebastian Stietzel Präsident IHK Berlin Die Verbindung von deutscher Ausbildung im Heimatland mit gezieltem Sprach- und Kulturtraining ist für mich ein entscheidender Faktor. Liana Georgiewa, IHK-Projektleitung Internationale Fachkräfte Tel.: 030 / 315 10-305 liana.georgiewa@ berlin.ihk.de Berliner Wirtschaft 10 | 2025 Internationale Fachkräfte | 21
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