Berliner Wirtschaft September 2021
Die künftige Mühlendammbrü- cke in Mitte soll nach einem Ent- wurf des Berliner Ingenieurbü- ros Arup Deutschland GmbH und der Architekten von COBE A/S aus Kopenhagen gebaut werden. Für die Jury besticht der Siegerentwurf für die künftige Spreeüberquerung zwischen der Breiten Straße und dem Molkenmarkt durch eine außerordentlich hohe gestalteri- sche und konstruktive Qualität. Der Ersatzneubau ist erforderlich, weil der bauliche Zustand der bisherigen Brücke aus den Sech- zigerjahren konstruktive Mängel und Defizite in der Tragfähigkeit aufweist. Die neue Brücke soll bis 2028 realisiert werden und 46,5 Mio. Euro kosten. bw Mühlendammbrücke Siegerentwurf steht fest Auf dem Berliner Bürovermie- tungsmarkt zeigen sich nach einem coronabedingt schwachen Jahr 2020 wieder Erholungsten- denzen. Das ist eines der Ergeb- nisse des „3. Berliner Gewerbe- Pulsschlags“, den die Gewer- besiedlungs-Gesellschaft (GSG Berlin) in Zusammenarbeit mit Savills und Bulwiengesa vorge- legt hat. Nachdem 2020 nur rund 730.000 Quadratmeter Mietflächen für gewerblichen Raum (MFG) vermietet wurden (2019: 1,07 Mio. Quadratmeter), wird für dieses Jahr mit einem Mietflächenum- satz leicht über dem Vorjahres- niveau gerechnet. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres sum- mierte sich der Umsatz auf rund 340.000 Quadratmeter MFG. Die Leerstandsquote liegt aktuell bei 2,6 Prozent. Ende 2009 hatte siemit 1,3 Prozent einen bisherigen Tief- punkt erreicht. Bis Ende 2020 war sie auf 1,8 Prozent gestiegen. Die seit Jahren konstant gestiegenen Spitzenmieten haben sich pande- miebedingt auf einemNiveau von 38,50 Euro stabilisiert. bw Leerstand von Büros ist leicht gestiegen Die Nachfrage nach Gewerbeflächen belebt sich nach einem pandemiebedingt schwächeren 2020 wieder Visualisierung der künftigen Müh- lendammbrücke mit Blick auf den Fernsehturm Die Sanierung des früheren Flughafengebäudes in Tem- pelhof wird erheblich teurer als bislang erwartet. Inzwi- schen taxiert das Planungs- team die Kosten auf bis zu zwei Mrd. Euro. Probleme gibt es unter anderembeimBrand- schutz und der Statik. Allein für die Erneuerung der tech- nischen Infrastruktur ist mit etwa 130 Mio. Euro zu rech- nen. Unklar ist, wie der höhere Sanierungsaufwand finan- ziert wird. Bislang sind nur 132 Mio. Euro eingeplant. bw Tempelhof Sanierung teurer als erwartet Clubs Nachtestungen alle negativ Hoffnung für Berliner Clubs: Ersten Auswertungen eines Modellversuchs im August zufolge, ist es in den sechs teil- nehmenden Clubs zu keinen Neuinfektionenmit demVirus SARS-CoV-2 gekommen. Vorab wurden 2.110 Personen mit einem PCR-Test auf das Coronavirus getestet. Dabei wurden sieben Infektionen registriert. Die übrigen Teil- nehmer durften in den sechs Berliner Clubs feiern, ohne Abstand und ohne Maske. Eine Woche später sollten sie sich erneut testen lassen. Daran teilgenommen haben rund 70 Prozent der Feiern- den (1.447 Menschen). Ergeb- nis: Alle Nachtestungenwaren negativ. Das Projekt wird wis- senschaftlich von der Charité betreut. bw Mehr Infos unter dem Stichwort „Mühlendamm brücke“ auf: berlin.de 35 IHK BERLIN | BERLINER WIRTSCHAFT 09 | 2021 BRANCHEN | Kompakt 4 Neuinfektionen wurden bei den insgesamt 2.110 ein gangs durchgeführten PCR-Tests festge stellt. Drei Infektionen waren Altfälle mit einer mehr als zehn Tage zurückliegenden Infektion. Eine Person mit Neuinfektion war bereits vollständig geimpft.
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