Ungeachtet vieler Herausforderungen hat das Familienunternehmen Dussmann Group im vergangenen Jahr den Umsatz um 8,4 Prozent auf ein Rekordniveau von 3,3 Mrd. Euro gesteigert. Die Gewinnmarge (Ebitda) kletterte von 4,4 auf 4,6 Prozent. Weltweit beschäftigt der Dienstleister 70.000 Mitarbeitende in 21 Ländern. Im Vorjahr waren es 68.200 Beschäftigte. Insbesondere die Geschäftsbereiche Facility Management und Food Services haben zur erfolgreichen Entwicklung beigetragen. Zum Profitabilitätstreiber der Gruppe entwickelt sich der Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions. Das Angebot für den technischen Anlagenbau mit Fokus auf Industriekunden soll daher weiter ausgebaut werden. Ein Umsatzrekord gelang auch dem Kulturkaufhaus Dussmann. Die Erlöse stiegen um 4,7 Prozent auf 45 Mio. Euro. Durch die Einbindung von über 400.000 sofort lieferbaren Produkten des Sortiments auf Online-Plattformen wie kaufland.de hat das Kulturkaufhaus den E-Commerce deutlich ausgebaut. bw Dussmann wächst weiter Das Dienstleistungsunternehmen hat Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung in schwierigen Zeiten gesteigert 106 Mio. Euro hat das Start-up Parloa in seiner dritten Finanzierungsrunde eingesammelt. Haus der Statistik Erster Mieter zieht ein Mit dem Finanzamt Mitte/ Tiergarten ist der erste Mieter im sanierten Bestandsgebäude des „Hauses der Statistik“ am Alexanderplatz eingezogen. Die im Jahr 1970 fertiggestellte Immobilie war in der DDR Sitz der Zentralverwaltung für Statistik. Nach der Wiedervereinigung zogen Bundesbehörden ein, seit 2008 stand das Objekt leer. Als zweite Nutzerin wird Ende dieses Jahres die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) einziehen. An der gemeinwohlorientierten Entwicklung des Hauses der Statistik arbeiten fünf Kooperationspartner: die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, das Bezirksamt Berlin-Mitte, die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, die Genossenschaft Zusammenkunft Berlin eG und die BIM. bw Mit der Mitarbeiter- verpflegung im Bereich Food Services wächst Dussmann derzeit kräftig Der Spezialist für den KI-Einsatz in Kundengesprächen, das Start-up Parloa, hat in seiner dritten Finanzierungsrunde 106 Mio. Euro eingesammelt. Es wird nun mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet und gilt somit als „Unicorn“. Bei der Lösung von Parloa erhält jeder Kunde einen persönlichen KI-Agenten. Der „Voicebot“ des Unternehmens kann telefonische Anfragen von Kunden in natürlicher Sprache verstehen und beantworten. Das Unternehmen wurde 2018 von Malte Kosub und Stefan Ostwald gegründet und beschäftigt heute 300 Mitarbeitende. Es ist das erste KI-Start-up, das in diesem Jahr den Status des Unicorns erhalten hat. Mittlerweile ist Parloa eines der am schnellsten wachsenden KI-Start-ups in Europa. Zu den Kundenunternehmen, die die Lösung einsetzen, gehören zum Beispiel Rossmann, Decathlon, der Versicherer Generali und das Deutsche Rote Kreuz. bw Parloa Berliner Start-up wird zum Unicorn 2,6 % der Berliner Taxis sind Fahrzeuge für Menschen mit Behinderung. Insgesamt gab es zum Stichtag 31. März dieses Jahr 146 Inklusions- taxis, teilte die Senatsverkehrs- verwaltung mit. Das Land fördert den Umbau. Kompakt | 35 Berliner Wirtschaft 06 | 2025
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