Berliner Wirtschaft Mai 2025

Heidrun Kraft-Bogatzki Geschäftsführerin IOB mbH, Bereichskoordination BVG AöR Carsten Böckenhauer Fuhrparkmanager B.A.S. Entsorgungs GmbH Eric Winkler Geschäftsführer Wohnwerk Berlin/W & S Handelsgesellschaft mbH Stimmen aus den Unternehmen aufgezeichnet von Jens Bartels Die Probleme rund um die Ringbahnbrücke beeinträchtigen den Verkehr von Reisebussen zum ZOB. „Allerdings stehen unsere Kunden seit Einrichtung einer Fahrspur auf der A100 in Richtung Norden kaum länger als auch sonst üblich im Stau“, sagt Heidrun Kraft-Bogatzki. „Die sehr schnelle Anpassung von Ampelschaltungen und weitere Maßnahmen zur optimierten Verkehrssteuerung auf der Ausweichstrecke in Richtung Norden haben zumindest im direkten An- und Abfahrbereich schnell Abhilfe geschaffen“, fügt die Geschäftsführerin der den ZOB betreibenden IOB mbH hinzu. „Für die Zukunft würden wir uns auf stauanfälligen Streckenabschnitten noch die Einrichtung von Busspuren wünschen, welche auch vom Reisebusverkehr genutzt werden dürfen.“ Zu den Hauptrouten der Berliner Asbest und Sonderabfall Entsorgungs GmbH (B.A.S.) zählen die beiden Verkehrsachsen Spandauer Damm und Messedamm. „Wir schaffen aktuell nur noch zwischen 50 und 60 Prozent unseres regulären Tagespensums. Nicht nur unsere Kunden zahlen den Preis für dieses Chaos, sondern der finanzielle Schaden für die gesamte Berliner Wirtschaft ist immens.“ Um die Verkehrssituation am ICC zu entschärfen, fordert der Fuhrparkmanager von B.A.S. unter anderem ein zweispuriges Abbiegen von der A100 in Richtung ICC sowie die Schaffung zwei reiner Lkw-Spuren in diesem Bereich. „Außerdem warte ich bezüglich der Steuerung des Verkehrs aus dem westlichen Berliner Umland auf bessere Ideen als nur den Hinweis, vermehrt die Heerstraße zu nutzen.“ Am Spandauer Damm, Ecke Königin-Elisabeth-Straße, ist das Wohnwerk Berlin ansässig. Viele Kunden kamen bislang mit dem Auto. „Das hat sich schlagartig geändert. Seit der Sperrung der Brücke und der Einrichtung einer Umleitungsstrecke direkt vor dem Geschäft ist der Kundenstrom drastisch eingebrochen, inzwischen lassen sich die täglichen Besucher fast an einer Hand abzählen.“ Die anhaltenden Verkehrsprobleme sind jedoch nicht das einzige Ärgernis: Seit der Eröffnung im Jahr 2018 wartet Eric Winkler vergeblich auf die Einrichtung einer Ladezone. Von den Behörden fühlt sich der Unternehmer im Stich gelassen – mit der Folge, dass er den Standort langfristig aufgeben wird. ten vorhandene Baustellen mit Hochdruck abgeschlossen und keine neuen begonnen werden. Das betrifft die Nahumfahrung über den Messedamm und die Königin-Elisabeth-Straße zum Spandauer Damm und zwei Ausweichrouten. Eine verläuft entlang der Konstanzer, der Brandenburgischen und der Kaiser-Friedrich-Straße zum Tegeler Weg. Die andere enthält den Sachsendamm, die Martin-Luther-, die Kurfürsten– und die Hardenbergstraße sowie die Otto-Suhr-Allee und den Tegeler Weg. Damit hier keine Havarien an Wasserleitungen entstehen, beobachten die Berliner Wasserbetriebe die Abschnitte genau. Zuerst lag der Fokus auf der U-Bahn-Baustelle Messedamm/Kaiserdamm, die sich direkt als Nadelöhr der Nahumfahrung gezeigt hatte. Mit Umplanungen der Verkehrsführung konnte die Durchlässigkeit mit zwei Fahrstreifen pro Richtung gewährleistet werden. Weitere Kreuzungen entlang der Umfahrungsrouten werden optimiert, sodass für die neuen Verkehrsströme mehr Grünzeit entsteht. Zudem wird die Beschilderung angepasst und die Entwicklung der Verkehrssituation genau verfolgt. ■ FOTO: DIE AUTOBAHN GMBH DES BUNDES/CLAUDIA PAULUSSEN Berliner Wirtschaft 05 | 2025

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