Die Verbundberatung unterstützt die Märkisches Landbrot GmbH darin, mithilfe von Förderungen die Qualität der Ausbildung noch stärker zu erhöhen von Anika Harnoth S chon gewusst? Es gibt mehrere Berufe, die sowohl im Zuständigkeitsbereich von IHK als auch Handwerkskammer liegen. So auch der Bäckerberuf. Die Märkisches Landbrot GmbH kennt beide Seiten, da sie bereits Bäckerinnen und Bäcker über die IHK und auch über die Handwerkskammer ausgebildet hat. Seit 1930 wird vor Ort frisches Bio-Brot gebacken und von Berlin bis Brandenburg sowie darüber hinaus ausgeliefert. Die Bäckerausbildung bei Märkisches Landbrot hebt sich in weiteren Punkten von anderen Ausbildungsbetrieben ab. Um die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu garantieren, gehört das Unternehmen einer gemeinnützigen Stiftung an, welche Projekte für Ernährung und Landwirtschaft fördert. Im Betrieb werden täglich Tausende Brote und Brötchen gebacken, die im Anschluss an etwa 350 Lieferstellen ausgeliefert werden – darunter Naturkostläden, Reformhäuser, Food Coops, Kitas, Schulen, Gemeinschaftsversorger. Die Spezialisierung auf Brot und Brötchen bedeutet, dass es eine Kooperation mit einer benachbarten Bio-Konditorei gibt. Um das vielfältige Bäckerhandwerk professionell zu erlernen, backen die Auszubildenden süße Teilchen – vom Blechkuchen bis zum Croissant – für einige Wochen in der Konditorei. Markus Schaub, Bäckermeister und Ausbildungsleiter im Betrieb, möchte die Ausbildungsqualität darüber hinaus steigern. Eigens dafür wurden ein Kneter und eine kleine Anschlagmaschine angeschafft, welche die Auszubildenden in freier Einteilung für die Herstellung weiterer Backwaren nutzen können. „Es ist mir wichtig, dass unsere Lehrlinge individuelle Projekte kurzfristig unter meiner Anleitung umsetzen können. Mit den neuen Maschinen kann ich noch besser auf die Bedürfnisse des Einzelnen eingehen“, erklärt Schaub. Die Individualität der angehenden Bäcker zeigt sich auch in deren unterschiedlichen Schulabschlüssen. Das Land Berlin finanziert die Erstausbildung mit bis zu 10.000 Euro, sofern der Schulabschluss die erweiterte Berufsbildungsreife nicht übersteigt. Gemeinsam mit der senatsgeförderten Verbundberatung Berlin hat Markus Schaub erstmalig diese Fördermittel beantragt. So können weitere Projekte für seine Auszubildenden finanziert werden. Unternehmen, die ebenfalls qualitätssteigernde oder notwendige Verbundausbildungen planen sowie Fördermittel beantragen wollen, können sich von der Verbundberatung Berlin beraten lassen. ■ Ausbildungsleiter Markus Schaub und die Auszubildende Wan Rung Tsai Gute Ausbildung geht auf Informationen zur Verbundberatung verbundberatung-berlin.de marktplatz-verbundausbildung.de Kerstin Josupeit- Metzner, Projektleiterin Verbundberatung Tel.: 030 / 63 41 52-00 josupeit@verbund- beratung-berlin.de FOTOS: CHRISTIAN KIELMANN, FOTOSTUDIO CHARLOTTENBURG FACHKRÄFTE | Verbundausbildung | 52 Berliner Wirtschaft 04 | 2025
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