Berliner Wirtschaft Januar/Februar 2026

Karina Stolte, IHK-Public-Affairs-Managerin Stadtentwicklung Tel.: 030 / 315 10-446 karina.stolte@ berlin.ihk.de bestehende Strukturen um offene Ankerpunkte, die neue Teilhabemöglichkeiten eröffnen, Austausch, Gemeinschaft und Vielfalt fördern und so zu einem lebendigen Kiez beitragen. Gerade in Zeiten, in denen der Einzelhandel unter Druck steht, weil Kaufzurückhaltung und Inflation die Umsätze belasten, die Konkurrenz durch den Onlinehandel wächst und Leerstände zunehmen, leisten „Dritte Orte“ einen wichtigen Beitrag zur Vitalität unserer Geschäftsstraßen und Zentren. 47 Projekte hatten sich um die Förderung beworben und Konzepte für Begegnung, Kultur und Gemeinschaft sowie für die Um- und Zwischennutzung leer stehender Erdgeschosszonen eingereicht. Aus diesen wurden zunächst sechs Projekte nominiert. Drei von ihnen erhielten die Auszeichnung und freuen sich nun über Förderungen in Höhe von jeweils 20.000 Euro. Die prämierten Initiativen haben nun bis zum Sommer 2026 Zeit, ihre Konzepte mit ersten sichtbaren Ergebnissen im Stadtraum Wirklichkeit werden zu lassen. Die Gewinner-Teams auf einen Blick: 1 | Kultursommer am Mehringplatz – Kooperative Südliche Friedrichstadt (Friedrichshain-Kreuzberg) Von Mai bis Juli 2026 verwandelt sich der Mehringplatz in einen lebendigen Treffpunkt für alle Generationen. Die Initiative plant eine mehrwöchige Veranstaltungsreihe mit drei Programmsäulen: Marktangebote, Familienaktionen und Kulturformate wie Theater, Musik und Lesungen. Ziel ist es, die Erdgeschosszonen zu aktivieren, die Quartierskultur sichtbar zu machen und die Identifikation mit dem Standort zu stärken. Lokale Initiativen, Gewerbetreibende, Wohnungsbaugesellschaften und Kulturinstitutionen sind eng eingebunden – ein starkes Netzwerk für einen offenen und gemeinschaftlichen „Dritten Ort“ in Friedrichshain-Kreuzberg. 2 | Zeit ist knapp – Kultur statt Leerstand – ZIK Kulturräume UG (Steglitz-Zehlendorf) Die Initiative belebt eine leer stehende Ladenfläche im Steglitzer Kreisel mit einem kuratierten Programm aus Kultur-, Bewegungs- und Nachbarschaftsangeboten. Das Projekt öffnet sich mit fortlaufenden Formaten wie Jam Sessions, Flohmärkten, Ausstellungen lokaler Kunst sowie einem „Mittendrin Markt“ für gewerbliche Händler in das umliegende Gebiet. Der vielfach kostenfreie Zugang ermöglicht Teilhabe und schafft spürbare Ausstrahlungseffekte für den Standort. 3 | Wutzky wuppt et! – Kreisler e. V. (Neukölln) Am Rotraut-Richter-Platz entsteht ein Ort für Nachbarschaft und Teilhabe. In einer gemeinsamen Bauwoche wird eine multifunktionale Begegnungsfläche geschaffen, die als Erholungsort, Veranstaltungsfläche oder Werkstatt für das benachbarte Repair-Café genutzt werden kann. Ergänzt durch eine Wildblumenwiese und einen Nano-Wald, entsteht ein klimaangepasster, konsumfreier „Dritter Ort“, der den öffentlichen Raum vor dem Wutzky-Center aufwertet und neue Nutzungsmöglichkeiten eröffnet. Der Wettbewerb „Mittendrin Berlin! Projekte in Berliner Zentren“ findet regelmäßig statt und richtet sich an Initiativen, die mit kreativen Konzepten zur Belebung Berliner Zentren beitragen. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen und der IHK Berlin, unterstützt von Partnern aus der Privatwirtschaft. ■ Mehr zu Mittendrin! Weitere Informationen zum Wettbewerb und den Projekten auf Instagram unter: @berlinmittendrin Oder online unter: berlin.de/mittendrin Stadtentwicklung | 37

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