Dr. Lars Zanzig Geschäftsführer Serviva GmbH FRAGEN AN3 Für viele Berliner Unternehmen ist der angespannte Wohnungsmarkt ein großes Hindernis bei der Anwerbung von Fachkräften aus anderen Regionen. Als ein Ausweg gilt die Renaissance des Werkswohnungsbaus. In Spandau wird nun das erste Projekt einer Berliner Mitarbeiterwohnungsbaugenossenschaft realisiert. Im Ortsteil Hakenfelde sollen bis 2027 in der „Havelschanze“ 112 Wohnungen gebaut werden. Bislang besteht die Genossenschaft aus 13 Unternehmen, es könnten aber auch noch weitere hinzukommen. Die Genossenschaftsmitglieder erhalten Belegungsrechte an den Wohnungen, die im Grundbuch gesichert werden. Neben den Wohnungen entstehen auch eine Kita, ein Co-Working-Bereich, ein Waschhaus, eine Nachbarschaftswerkstatt sowie ein Urban-Gardening-Projekt. Das Angebot ist vor allem für Auszubildende und Berufseinsteiger gedacht. Die Mieten beginnen ab sieben Euro kalt. Das Land hat das Grundstück Havelschanze im Wege des Erbbaurechts an die Genossenschaft übertragen. bw Werkswohnungsbau wird in Berlin neu belebt Auf drei Etagen des füheren Kinos „Cinestar Imax“ im Center am Potsdamer Platz (früher „Sony Center“) will das US-Unternehmen Superhuman dieses Jahr einen KI-Hub unter dem Namen „The Penthouse“ eröffnen. Hier sollen auch Events der Berliner Tech-Community stattfinden. bw Superhuman Neuer KI-Hub am Potsdamer Platz BW: Sie beraten in puncto Intellectual Property. Wer nutzt Ihre Dienstleistungen? Lars Zanzig: Zu den Kunden der Serviva zählen sowohl Tech-Start-ups und mittelständische Unternehmen als auch Konzerne mit eigener Patentabteilung. Wo liegt der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit? Zumeist sind wir in der Informationsbeschaffung tätig, das heißt, wir führen Patent- und Markenrecherchen und IP-Analysen durch. Mittlerweile wird dies bereits durch KI-Lösungen unterstützt. Wozu benötigt man diese Informationen? Tech-Unternehmen möchten möglichst früh wissen, ob ihre Erfindungen wirklich neu und damit patentierbar sind. Grundsätzlich sollte jedes Unternehmen, das ein Produkt auf den Markt bringt, sicherstellen, dass es keine Schutzrechte Dritter verletzt. Dazu muss man die Schutzrechte aber erst einmal kennen. Darüber hinaus fließen unsere Rechercheergebnisse zum Beispiel auch in die Due Diligence bei Firmenübernahmen oder Finanzierungsrunden ein oder bilden die Grundlage strategischer Unternehmensentscheidungen. 1 Mio. Euro hat die Berliner Suchmaschine Ecosia für einen Nobelpreis für Klimaschutz gestiftet, den es aber noch nicht gibt. Die Bitte an die Nobel-Stiftung, diesen Preis zu etablieren, blieb noch unbeantwortet. FOTOS: SERVIVA, DGK ARCHITEKTEN, ULRIKE MENN Das Quartier Havelschanze entsteht auf einem 6.400 Quadratmeter großen Areal in Hakenfelde Erstes Projekt: In Spandau entstehen 112 Wohnungen BRANCHEN | Kompakt | 32 Berliner Wirtschaft 01-02 | 2026
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