Daniel-Jan Girl Vorstandsvorsitzender Ehrenamtlich engagiert sich Daniel-Jan Girl als Vorstandsvorsitzender des Vereins Global Goals for Berlin sowie als Aufsichtsratsvorsitzender der Expo 2035 Berlin GmbH für die Expo 2035 in Berlin. Von September 2021 bis Juni 2022 war er Präsident der IHK Berlin. Er hat mehrere Firmen gegründet. Unter anderem ist er CEO der DGMK Deutsche Gesellschaft für multimediale Kundenbindungs- systeme mbH. Die Bewerbungen für die Austragung der Expo 2035 müssen in diesem Jahr beim Buereau International des Expositions (BIE) eingereicht werden. Daniel-Jan Girl plädiert als Aufsichtsratsvorsitzender der Expo 2035 Berlin GmbH dafür, dass Berlin diese einzigartige Chance nutzt. Für die Bundeshauptstadt kann das aus seiner Sicht aus zahlreichen Gründen ein gewaltiger Entwicklungsschritt nach vorn sein. Berliner Wirtschaft: Sie engagieren sich seit Jahren hartnäckig für die Austragung der Expo 2035 in Berlin. Warum eigentlich? Daniel-Jan Girl: Ich mache das ehrenamtlich und aus voller Überzeugung für meine Stadt. Ich bin Berliner und glaube, dass vom unglaublichen Potenzial dieser Stadt nur ein Teil abgerufen wird. Eine so große Veranstaltung wie die Expo, die über politische Legislaturen hinausgeht, bietet die Chance, mit vielen ganz unterschiedlichen Kräften gemeinsam ein Projekt voranzutreiben, das für die Zukunftsfähigkeit Berlins entscheidend ist. Ich bin überzeugt, dass die Expo das beste Format dafür ist, weil sie alle Bereiche der Stadt einbinden kann. Deshalb kämpfe ich dafür – und wir sind inzwischen sehr viele. Der Senat hält aber eine Bewerbung für die Olympischen Spiele für wichtiger. Der Regierende Bürgermeister hat eine legitime politische Priorisierung vorgenommen. Das Konzept für die Expo 2035 in Berlin ist ja schon fertig, es trägt sich selbst und kommt aus der Breite der Stadtgesellschaft. Ich wünsche mir für Berlin eine Zukunftsdekade, in der idealerweise drei Großveranstaltungen ausgetragen werden – neben der Expo und den Olympischen Spielen auch die Internationale Bauausstellung. Um die Bewerbung für die Olympischen Spiele besteht aber ein harter innerdeutscher Konkurrenzkampf, und dann folgt der Wettbewerb auf internationaler Ebene. Wenn die Politik die Chancen aufrechterhalten will, muss sie jetzt etwas tun. Gibt es nicht auch für die Expo viel zu tun? Natürlich, aber wir haben bereits unsere Hauaufgaben gemacht: ein revolutionäres Konzept, das die gesamte Stadt involviert und die Expo vor allem als Transformationsprozess der nächsten Jahre versteht – wir wollen unseren Standort jetzt selbst wettbewerbsfähig machen. Außerdem gibt es in Deutschland neben Berlin keine weiteren Bewerber und offenbar auch in ganz Europa noch nicht. Unsere asiatischen Konkurrenten haben höchstwahrscheinlich schlechtere Chancen, weil die letzten drei Expos bereits in Asien waren. Berlin hat also beste Aussichten, die Expo 2035 zu bekommen. Könnte es die Stadt nicht auch überfordern, drei so große Events in einer Dekade auszutragen? Im Gegenteil. Die drei Events ergänzen sich sehr gut und bauen aufeinander auf, inhaltlich und zeit- „Ich wünsche mir für Berlin eine Zukunftsdekade“ Daniel-Jan Girl engagiert sich seit Jahren mit voller Leidenschaft für die Austragung der Expo 2035 in Berlin. Er sieht beste Chancen für die Stadt, den Zuschlag vom BIE zu erhalten von Michael Gneuss » FOTO: AMIN AKHTAR FOKUS | Expo 2035 | 24 Berliner Wirtschaft 01-02 | 2026
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