Berliner Wirtschaft Januar/Februar 2026

Wenn Berlin Menschen für Zukunft begeistert, dann über Erlebnisse, die hängen bleiben. Darin liegt die Stärke der Kreativ- und Veranstaltungsbranche: Sie macht aus abstrakten Debatten Bilder, Räume und Momente, die Orientierung geben und Lust aufs Mitmachen wecken. „Zahlen, Fakten und Diagramme sind wichtig – sie erreichen aber oft nur den Kopf“, weiß Nicole Srock.Stanley. „Erlebnisarchitektur und Storytelling sprechen dagegen zusätzlich die emotionale Ebene an: Sie schaffen einen Zugang über Neugier, Staunen und persönliche Bewusstwerdung“, fügt die Mitgründerin der Dan Pearlman Group und CEO der Dan Pearlman Markenarchitektur GmbH hinzu. In der Praxis zeigt die Berliner Gruppe aus inhabergeführten Agenturen das immer wieder – von der aktuellen Polar Experience bis zum Panda Garden im Berliner Zoo und dem „Living Tree“ im Hotel Radisson. So werden Orte durch kreative Konzepte und strategische Planung zu besonderen Zielen, die Menschen anziehen, begeistern und zum Verweilen einladen. Genau dieses Know-how kann nach Überzeugung von Srock.Stanley auch die Grundlage für eine Expo in Berlin sein. Berlin hätte damit ein Format, das drängende Zukunftsfragen im Maßstab 1:1 erlebbar macht. „Fakt ist: Städte weltweit müssen sich ähnlichen Herausforderungen stellen, von Mobilität über Klimaanpassung bis hin zu sozialem Miteinander“, sagt die Unternehmerin. „Mit der Expo im Visier brauchen die gestellten Fragen Antworten mit einer klaren Deadline: bis 2035!“ Damit öffnet sich für die Kreativ- und Veranstaltungsbranche ein mehrjähriger Auftragskorridor – von Konzeption und Storytelling über Szenografie, digitale Interaktion und Beteiligungsformate bis zur Produktion. Eine dezentrale Erlebnis-Expo macht Berlin zum realen Labor für Zukunftsfragen. „Für die Stadtentwicklung bedeutet das: nicht Visionen auf Papier, sondern erlebbare Lösungen im Stadtraum“, so Srock.Stanley. „Für die Kreativbranche heißt das, die passenden Ideen zu produzieren.“ Damit entsteht ein Innovationsraum mit Strahlkraft für Berlin und weit darüber hinaus. Die Hauptstadt könnte sich neu positionieren: als lernende, lebenswerte Stadt, die Transformation gemeinsam mit ihren Bürgern gestaltet – sichtbar, mutig und exportierbar. Nicole Srock.Stanley bringt ihre eigene Motivation für die Expo in Berlin so auf den Punkt: „Wenn wir es schaffen, die Menschen mitzunehmen, ihnen Gestaltungsmacht zu geben und Zukunft positiv erlebbar zu machen, dann lohnt sich jedes Engagement.“ ■ Nicole Srock.Stanley ist Mitgründerin der Dan Pearlman Group und CEO der Dan Pearlman Markenarchitektur GmbH Gut vernetzt Die Unternehmerin auf LinkedIn unter dem QR-Code: Bei Dan Pearlman setzt man auf Erlebnisarchitektur und Storytelling für komplexe Zukunftsthemen. Bei der Expo könnte Berlin sich als Innovationsraum präsentieren Menschen kreativ begeistern Nicole Srock.Stanley Für die Stadtentwicklung bedeutet das: erlebbare Lösungen im Stadtraum. FOTOS: AMIN AKHTAR, MILOS DJURIC Berliner Wirtschaft 01-02 | 2026 FOKUS | Expo 2035 | 22

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