Berliner Wirtschaft Januar/Februar 2026

Das Areal des früheren Airports Tegel käme als Hauptgelände der Expo infrage B erlin in weniger als einem Jahrzehnt: Statt einer abgesperrten Messewelt wirkt die ganze Stadt wie ein begehbarer Zukunftsentwurf – an Uferwegen, auf Plätzen, in Kiezen. Henning Wehmeyer fasst dieses Bild so: „Wenn ich mir das Frühjahr 2035 vorstelle, dann fühlt sich Berlin anders an – nicht lauter oder hektischer, sondern offener, verbundener und zutiefst zuversichtlich. Die Menschen erleben keine klassische Weltausstellung, die man besucht und wieder verlässt“, so der CEO der Expo 2035 Berlin GmbH. „Sie erleben eine Stadt, die sich selbst zeigt. Überall wird spürbar, dass zehn Jahre gemeinschaftlicher Arbeit sichtbar geworden sind: in Kiezen und Nachbarschaften, die sich neu entwickelt haben, in Projekten, die aus der Zivilgesellschaft heraus entstanden sind, und in einer Atmosphäre von gemeinsamer Selbstwirksamkeit, Zugehörigkeit und Vertrauen in das eigene Gestaltungsvermögen.“ Ausgangspunkt dieser Erzählung ist eine Expo-Idee für die deutsche Hauptstadt, die Daniel-Jan Girl, damals Präsident der IHK Berlin, im Jahr 2022 im „Tagesspiegel“ skizzierte. Aus der Idee ist mittlerweile eine Bewegung geworden: Immer mehr Verantwortliche aus Politik, Wirtschaft und Stadtgesellschaft sind davon überzeugt, dass sich Berlin neu erfinden muss. Henning Wehmeyer formuliert es als Auftrag an die Gegenwart: „Unsere Stadt braucht ein neues Zukunftsnarrativ – für die Generationen, die heute hier leben, und für diejenigen, die noch kommen werden.“ 2,1 Mrd. Euro Einnahmen und Ausgaben hat das Beratungsunternehmen PwC für eine Expo in Berlin kalkuliert. » FOTOS: EXPO 2035 BERLIN Expo 2035 | 17

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